30 Kilo abgenommen: Mein Weg zum „Ideal“-Gewicht!

Nawed Farooque
Nawed Farooque

Mein Name ist Nawed und ich bin im Jahr 1989 in Hamburg zur Welt gekommen. Neben meinen hauptberuflichen Tätigkeiten, meiner Beziehung und der Zeit mit meinen Kindern (die durch die Trennung und jetzige Entfernung zu ihnen leider weniger geworden ist), investiere ich mittlerweile sehr viel der übrigen Zeit und Geld in mich selbst, meiner persönlichen Weiterentwicklung und dem Thema Ernährung.
 

Mehr Gewicht hatte ich schon immer

Eine kräftige Person war ich bereits mit dem ersten Augenblick, den ich der Welt schenkte. Doch erst mit Beginn der Pubertät, wurde mir tatsächlich bewusst, dass ich irgendwie anders und nicht „gesellschaftskonform“ bin. Es kam der Tag, an dem man sich als kleiner Junge, die Bemerkungen anderer zu Herzen nimmt und egal ob selbstbewusst oder nicht, diese tun definitiv weh. Die Frage ist nur, wie offen du zu deinem Körper stehst. Ich habe mich in meiner Kindheit jedenfalls sehr unattraktiv und unwohl gefühlt, war schüchtern und habe letztlich unter meinem Gewicht gelitten!

Übergewichtig! Aber gefangen im Alltag

Mein Gewicht kam natürlich nicht von irgendwo her.. Ich habe viel Sprite getrunken, morgens Eier auf Toast gegessen (oder ohne Eier und dafür viele Toasts), nach der Schule eine Schüssel Cornflakes und wenn meiner Mum nach Hause kam, gab es essen von ihrer Arbeit – nicht gerade mit wenig Kalorien (das ist nichts gegen dich Mama <3). Dazu habe ich mich wenig bewegt und viel Fernsehen geguckt. Gameboy gespielt oder auch mal andere „nicht technische Dinge“. Jedenfalls habe ich mich im Gegensatz zu meinen Altersgenossen, liebend gern den ganzen Tag zuhause aufgehalten. Im späteren Alter dann viel Zeit mit meinem ersten PC verbracht (nein ich gehörte keinem Clan an und war kein Zocker!).  

Schmerzgrenze erreicht: Gewicht verlieren mit Motivation!

Mit der Zeit wurde ich immer dicker, immer schwerer und es wurde nicht einfacher, desto älter man wurde. Mit 16, als ich mich eines Tages auf der Waage wog, zeigte die Waage ein Gewicht von 113 KG an. Kurz danach, gab es – wie der Zufall so will – im Shopping Fernsehen ein Trimmrad für 50 Euro im Angebot! Das wurde gekauft und stand zunächst als Staubfänger in der Wohnung. Dann kam dieser Tag, an dem ich so wütend war und gesagt habe, jetzt reicht’s! Ihr könnt mich alle mal! Ich begann auf all die Technik und auf meine selbstkreierte „virtuelle Anwesenheitspflicht“ bei MSN und ICQ (man muss ja immer sofort antworten und man könnte ja etwas verpassen) zu verzichten. Von nun an wird etwas verändert!

Der Zeitpunkt meiner Schmerzgrenze war gekommen! Wir Menschen handeln leider erst, sobald der Schmerz groß genug ist.

Damit ich mein Gewicht reduziere, habe ich also angefangen, Fahrrad zu fahren. Ich begann von jetzt auf gleich, eine Stunde täglich Fahrrad zu fahren – ohne Ausnahme! Doch um meine Motivation aufrecht zu erhalten, habe ich die sportliche Aktivität mit etwas verbunden, was mir Spaß macht. Ich habe die eine Stunde Cardioeinheit am Tag mit meiner Lieblingsserie verbunden. Ich habe während der sportlichen Aktivität, einfach weiterhin Fernsehen geschaut. Pokémon – das war damals zu der Zeit DER HIT! Alternativ gab’s Dragonball, King of Queens oder der Prinz von Bel Air.

Empfehle ich jedem, der sich schwer tut! Verbinde den Sport mit etwas gewohntem oder Dingen, die Dir Spaß machen!

Nach einer Woche stellte ich mich auf die Waage – siehe da – 112 Kilo – 1 Kg weniger Gewicht auf der Waage, es funktioniert! 

Ausgewogene Ernährung? Sah anders aus:

So ging es einige Zeit motiviert weiter. Währenddessen ich in der Zeitschrift meiner Mum eine Diätform entdeckt habe, die dem Weight Watchers ähnelt und die ich heute NIEMANDEN mehr empfehlen würde. Denn ich habe nur 1200-1400 Kalorien am Tag gegessen (ich weiß nicht mehr wie groß ich war, aber über 180 cm dürfte ich schon gewesen sein). Also deutlich unter meinem Grundumsatz (den Energieverbrauch, den ich habe, wenn ich 24 Stunden schlafen würde). Meine Motivation war dennoch höher als der Hunger, der sich mit der Zeit einstellte. Irgendwann erreichte ich auf der Waage ein Gewicht von 95 KG, die ich bis zum 17. Lebensjahr gehalten habe. Mit 17 begann ich dann mit Kraftsport und wieder gewöhnlichem essen. Der Körper formte sich langsam und ich erreichte die 85 KG – mein „Wunsch“-Gewicht.

Abschließend möchte ich zu diesem Teil noch ein paar Worte verfassen, den ich möchte nicht, das Ihr euch ein Beispiel an mir nehmt! Warum nicht? Nun, die Schritte die ich gegangen bin sind keineswegs vorbildlich oder gar gesundheitlich gut geeignet. Fangen wir mit dem Thema Sport an. Ich habe Anfangs jeden Tag eine Stunde Sport gemacht, super! Jedoch ausschließlich Cardiotraining, was (auf Grund der Ernährung) auch zur Folge hatte, das mein Körper alles an Muskelmasse, falls denn etwas da war, zunächst abgebaut hat um anschließend das Fett anzugreifen. Bedeutet, ich war dünn, hatte keine Kraft, sehr weiche Haut und habe von mal zu mal weniger Kalorien am Tag verbrannt, denn Muskeln wiegen mehr als Fett und unterstützen dabei, mehr Kalorien zu verbrennen und somit das Fett anzugreifen. Hierzu erzähle ich in einem späteren Post gerne einmal mehr. Kommen wir zum Thema Ernährung. Ich habe ausschließlich auf die Kalorien bzw. „Punkte“ geachtet, welche natürlich viel zu niedrig waren. BITTE NICHT NACHMACHEN! Das kann auf lange Sicht nur zur Essstörung führen! Unabhängig von der Kalorienzufuhr, habe ich keine Ahnung gehabt, was noch wichtig ist, denn um vorhandene Muskeln zu schützen, gilt es auch ein Auge auf die Verteilung deiner Makronährstoffe (Kohlenhydrate, Proteine, Fett) zu werfen. Wenn ich noch einmal an dieser Stelle wäre, mit dem Wissen von heute (jaja, wie das immer so ist *g*), würde ich alles anders angehen!

Weiter geht es mit einem Folgeteil…

2 Kommentare zu „30 Kilo abgenommen: Mein Weg zum „Ideal“-Gewicht!“

  1. Hallo Nawed, großartig dennoch, dass du dein Ziel erreicht hast und nun auch mit besserem Wissen und Gewissen dein Gewicht zu halten! 🙂 Mein Problem ist auch oft die Frage, was habe ich schon gegessen, allerdings auch viel mehr, was muss ich noch essen.. (auch in welcher Verteilung der Makronährstoffen..) Da ist deine App sicher eine gute Unterstützung! Um dann auch schnelle, einfache Rezepte zu haben! VG

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